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Am Mittwoch (22. Juli) hat sich in den Innsbrucker Hausbergen, der Nordkette, ein tödliches Drama abgespielt. Ein junger Bergsteiger (†18) kam dabei vor den Augen seiner Freunde auf tragische Weise ums Leben.
Innsbruck – Wie die zuständige Landespolizeidirektion Tirol in einer Pressemitteilung bekannt gab, waren drei ungarische Staatsbürger (alle 18 Jahre alt) am frühen Morgen gegen 6.30 Uhr in Innsbruck von der Talstation der Hungerburgbahn zu einer größeren Bergtour aufgebrochen. Das Trio beabsichtigte, einen Gipfel der sog. „Nordkette“ zu besteigen. „Nach einer Pause bei der Bergstation auf der Seegrube setzte die Gruppe gegen 13 Uhr die Tour fort und orientierte sich dabei mit einer Outdoor-App“, hieß es in der Mitteilung der Polizei unter anderem wörtlich.
Während des weiteren Aufstiegs fiel im bereits sehr steilen Gelände die App aus, so dass die Männer kurz darauf die Orientierung verloren. Sie stiegen allerdings in steilem, weglosem Gelände weiter in Richtung des Gipfelkreuzes des Berges Kemacher weiter auf. Gegen 15.15 Uhr erreichten sie auf einer Höhe von etwa 2300 Metern ein kleines Plateau – und entschieden sich letztlich doch zu einer Umkehr.
Im Abstieg kam es dann zu der tödlichen Tragödie. Ein Mitglied der Gruppe stürzte nach Polizeiangaben im sehr steilen, grasigen und felsdurchsetzten Gelände etwa 150 bis 200 Meter ab und blieb in einer Schotterrinne leblos liegen. Ein Gruppenmitglied setzte unverzüglich einen Notruf ab, während das andere Gruppenmitglied zum Verletzten abstieg. Der Begleiter konnte jedoch keine Lebenszeichen beim Verunglückten feststellen.
Wenig später war auch der alarmierte Notarzthubschrauber zur Stelle. Der Notarzt wurde per Tau abgeseilt – und konnte ebenfalls keine Vitalzeichen mehr beim 18-Jährigen lokalisieren. Nach Polizeiangaben verstarb der Ungar noch am Unfallort, vermutlich an einem Polytrauma, das er sich beim Absturz zugezogen hatte. In weiterer Folge wurden die beiden Begleiter zunächst von der Crew des Notarzthubschraubers in Sicherheit zur Bergstation der Hungerburgbahn gebracht und anschließend unter Mitwirkung des Polizeihubschraubers „Libelle“ ins Tal nach Innsbruck geflogen. Die Bergung des tödlich abgestürzten 18-Jährigen erfolgte durch die Besatzung des Polizeihubschraubers. (mw/mit Material der Landespolizeidirektion Tirol)
Fonte do Artigo
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