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Der FC Bayern München ist zu Gast beim SV Wehen Wiesbaden. Dass es nur ein Testspiel ist, dass nicht alle Stars dabei sein werden – kann die Vorfreude alles nicht trüben. Nur Trainer Daniel Scherning hat von Berufs wegen Bedenken.
SVWW-Trainer Daniel Scherning beim Auftakttraining
Bild © IMAGO / Jan Huebner
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00:36 Min.|Daniel Höhr
Der SV Wehen Wiesbaden hat gegen den FC Bayern München eine der besten Bilanzen im deutschen Profifußball. Nur eine einzige Niederlage kassierten die Hessen gegen den Rekordmeister – und die fiel auch noch äußerst knapp aus. Vor rund elf Monaten glich der Drittligist nach einem 0:2-Rückstand in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen die Münchner noch aus und kassierte erst in der Nachspielzeit den entscheidenden Hieb zur 2:3-Niederlage durch einen gewissen Harry Kane.
Zur Wahrheit gehört auch, dass dies das bislang einzige Aufeinandertreffen der beiden Klubs war. Dass sich beide nach knapp einem Jahr nun am Samstag (15.30 Uhr) bereits wiedersehen, dürfte daher noch keine Ermüdungserscheinungen hervorrufen. Trainer Daniel Scherning freut sich jedenfalls auf ein ausverkauftes Stadion.
Ungleich größer ist die Vorfreude naturgemäß bei denen, die dann auch wirklich gegen den Rekordmeister kicken dürfen. Ben Nink, der gerade als Vize-Europameister von der U19-EM zurückgekehrt ist und vor seinem ersten Senioren-Jahr beim SVWW steht, dürfte einen besonders hohen Puls haben. “Ich bin von Kind auf Bayern-Fan”, sagt der 19-Jährige. “Daher ist das für mich persönlich umso bedeutender.”
Auf die großen Stars wie Harry Kane oder Michael Olise dürfen Fans und Spieler nach der Weltmeisterschaft noch nicht hoffen, die Nationalspieler haben noch ein wenig Urlaub. Doch auch das B- oder C-Team der Münchner kommt noch mit sehr viel Qualität. “Man muss in solchen Spielen schneller im Kopf sein. Das ist der größte Unterschied, dass das Spiel deutlich schneller ist”, sagt Nink.
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00:13 Min.|Daniel Höhr
Sein Trainer blickt dem Vergleich gerade deshalb mit gemischten Gefühlen entgegen. Für Mannschaft und Umfeld sei das natürlich ein Highlight. “Auch wenn die Nationalspieler zum Großteil sicherlich nicht auflaufen werden, kann man davon ausgehen, dass sich noch ein paar andere bei Vincent Kompany ins Rampenlicht spielen wollen”, befürchtet Scherning. “Wir werden wahrscheinlich auf eine hochmotivierte Mannschaft treffen, wo viele Spieler auf dem Platz sind, die ihre Chance nutzen wollen.” Deshalb sei es für ihn als Trainer “nicht das allerallerbeste Testspiel”, sagt Scherning.
Sein Fokus liegt allein auf der bestmöglichen Vorbereitung für das erste Saisonspiel gegen Preußen Münster zwei Wochen später. Das gerade abgeschlossene Trainingslager bewertet er bis auf die Verletzung von Florian Hübner dabei als Erfolg. Wohin die Reise in der Saison dann gehen wird, da wagt er noch keine Prognose. “Wir wollen eine gute Rolle spielen. Wir wissen aber auch, dass wir nicht die besten Möglichkeiten in dieser Liga haben, wenn man das Wirtschaftliche und auch das Umfeld nimmt. Aber wir fühlen uns in dieser Rolle sehr wohl und wollen ambitioniert und zielstrebig in die Saison reingehen”, sagt Scherning.
Youngster Nink formuliert es deutlich unverblümter: “Natürlich ist das Ziel, dass wir aufsteigen. Wir werden alles daran setzen, das Ziel wahrnehmen zu können.” Der Test gegen die Bayern dürfte also auch eine erste vorsichtige Standortbestimmung sein.
Fonte do Artigo
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